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Land & Leute · Geographie

Zehn Inseln, ein Vulkan-Archipel.

Die Kapverden sind ein vulkanisches Archipel rund 570 Kilometer vor der westafrikanischen Küste, entstanden über einem ozeanischen Hotspot im Atlantik. Zehn Inseln, davon neun bewohnt, teilen sich in zwei Gruppen - Barlavento im Norden und Sotavento im Süden. Auf Fogo liegt mit dem Pico do Fogo einer der aktivsten Vulkane Westafrikas, der zuletzt 2014/2015 ausbrach.

4.033 km²Landfläche gesamt
2.829 mPico do Fogo, höchster Punkt
10 Inseln9 bewohnt, 1 unbewohnt
2014/2015Letzter Vulkanausbruch
Steckbrief

Geographie auf einen Blick.

Lage
Atlantik, ca. 570 km vor der westafrikanischen Küste (Senegal)
Archipel
10 Inseln (9 bewohnt, Santa Luzia unbewohnt), plus mehrere kleine Eilande (u. a. Branco, Raso)
Landfläche
4.033 km² gesamt
Größte Insel
✓ Verifiziert
Santiago, 991 km², mit Hauptstadt Praia
Kleinste bewohnte Insel
✓ Verifiziert
Brava, ca. 62,5 km² (vereinheitlicht mit dem Brava-Insel-Guide und Wikipedia, das 62,51 km² nennt - eine ältere Seitenversion nannte abweichend 66 km²)
Höchster Punkt
Pico do Fogo, 2.829 m, aktiver Vulkan auf Fogo
Geologischer Ursprung
Vulkanisches Archipel über einem ozeanischen Hotspot im Atlantik
Letzter Ausbruch
23. November 2014 - 8. Februar 2015, Westflanke des Pico do Fogo
Inselgruppen

Barlavento & Sotavento.

Die zehn Inseln teilen sich geographisch in zwei Gruppen - benannt nach ihrer Lage zum vorherrschenden Passatwind. Die beiden Gruppenflächen sind gerundete Einzelwerte; ihre Summe weicht deshalb leicht von der oben genannten Gesamtfläche (ca. 4.033 km²) ab.

Windward · Luv

Barlavento

Nördliche Inselgruppe · ca. 2.239 km²

  • Santo Antão Wandern & Natur
  • São Vicente Mindelo & Musik
  • Santa Luzia unbewohnt
  • São Nicolau Berge & Ruhe
  • Sal Strände & Kitesurfen
  • Boa Vista Dünen & Schildkröten
Leeward · Lee

Sotavento

Südliche Inselgruppe · ca. 1.803 km²

  • Santiago Hauptstadt Praia
  • Fogo Vulkan & Wein
  • Brava kleinste bewohnte Insel
  • Maio Ruhe & Salinen
Vulkanismus

Der Pico do Fogo - schlafend, nicht erloschen.

Die Kapverden entstanden vulkanisch über einem ozeanischen Hotspot im Atlantik - ähnlich wie die Kanaren, Azoren oder Madeira, aber geologisch eine eigenständige Hotspot-Region. Mit 2.829 Metern ist der Pico do Fogo auf der Insel Fogo nicht nur der höchste Punkt Kap Verdes, sondern auch einer der aktivsten Vulkane Westafrikas.

Der bislang letzte Ausbruch dauerte vom 23. November 2014 bis zum 8. Februar 2015 und betraf vor allem die Westflanke des Vulkans. Die Lavaströme zerstörten dabei große Teile der Siedlung Chã das Caldeiras, die direkt in der Vulkancaldera liegt und seit Jahrhunderten für ihren Weinanbau auf vulkanischem Boden bekannt ist. Seit 2015 gilt der Vulkan als ruhend, mit gelegentlicher schwacher seismischer Aktivität in der Region - ein erneuter Ausbruch ist geologisch nicht ausgeschlossen.

Trotz der Zerstörung 2014/2015 wurde Chã das Caldeiras wiederbesiedelt, und die Besteigung des Pico do Fogo zählt heute zu den bekanntesten Wanderungen der Kapverden - allerdings ausschließlich mit lokalem Guide, da die Route über aktives Vulkangestein führt.

Warum "Kap Verde", wenn die Inseln so trocken sind?

Der Name führt oft in die Irre: Die Kapverdischen Inseln selbst sind größtenteils karg und arid - dichtes Grün findet sich nur in wenigen Höhenlagen wie Santo Antão. Namensgeber war nicht die Vegetation der Inseln, sondern das Kap Cap-Vert bei Dakar im heutigen Senegal, der westlichste Punkt des afrikanischen Festlands, den dieselben Expeditionen zuvor gesichtet hatten.

Autor: Michael Krautwald · Zuletzt geprüft: 13.10.2026
Quellen & Stand dieser Seite
  • Flächenangaben (Gesamtfläche 4.033 km², Santiago 991 km², Pico do Fogo 2.829 m): stimmen mit den auf Wikipedia dokumentierten Werten (u. a. "Geography of Cape Verde", "Fogo, Cape Verde") überein.
  • Brava-Fläche (62,5 km², korrigiert 17.10.2026): an Wikipedia (62,51 km²) sowie den eigenen Brava- und Insel-Übersicht-Guide angeglichen - zuvor stand hier abweichend 66 km², was zu einer sitewide-Inkonsistenz über drei Seiten hinweg führte.
  • Ausbruchsdaten Pico do Fogo (23.11.2014 - 08.02.2015): bestätigt durch Wikipedia ("2014-15 Fogo eruption") und das Global Volcanism Program der Smithsonian Institution.
  • Vulkanischer Hotspot-Ursprung des Archipels (Primärquelle ergänzt 17.10.2026): bestätigt durch das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (eigenes Forschungsprogramm "Hotspot Volcanism above and under the Sea" zu Kap Verde) - deckt sich mit der zuvor allein zitierten Wikipedia-Einordnung, analog zu Kanaren/Azoren/Madeira als eigenständige Hotspot-Region. Archipel-Bildung begann laut GEOMAR vor rund 20 Mio. Jahren im Osten, mit einer Altersabfolge hin zu den jüngeren, noch seismisch aktiven Westinseln.
  • Namensursprung (Cap-Vert bei Dakar statt Inselvegetation): allgemein anerkannte historische Erklärung, u. a. so auf Wikipedia dokumentiert - keine Einzelquelle, sondern etablierter Konsens.
Häufig gefragt

Fragen zur Geographie.

Wie viele Inseln hat Kap Verde?

Das Archipel besteht aus 10 Inseln, von denen 9 bewohnt sind. Santa Luzia in der Barlavento-Gruppe ist unbewohnt. Hinzu kommen mehrere kleine, unbewohnte Eilande wie Branco und Raso.

Ist der Pico do Fogo noch aktiv?

Ja. Der letzte Ausbruch war 2014/2015, seither gilt der Vulkan als ruhend. Geologisch ist er weiterhin aktiv, ein erneuter Ausbruch in der Zukunft ist nicht ausgeschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen Barlavento und Sotavento?

Barlavento ("Luv", windzugewandt) bezeichnet die nördliche Inselgruppe (Santo Antão, São Vicente, Santa Luzia, São Nicolau, Sal, Boa Vista), Sotavento ("Lee", windabgewandt) die südliche Gruppe (Santiago, Fogo, Brava, Maio) - benannt nach ihrer Lage zum vorherrschenden Nordost-Passat.

Kann man den Pico do Fogo besteigen?

Ja, die Besteigung ist eine der bekanntesten Wanderungen der Kapverden und wird von Ausgangspunkt Chã das Caldeiras aus angeboten - aus Sicherheitsgründen ausschließlich mit lokalem Guide, da die Route über aktives Vulkangestein führt.

Warum heißt Kap Verde "Grünes Kap", obwohl die Inseln eher trocken sind?

Der Name geht nicht auf die Vegetation der Inseln selbst zurück, sondern auf das Kap Cap-Vert bei Dakar (Senegal), das von denselben portugiesischen Expeditionen zuvor gesichtet worden war.

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